Bauwerk

Sanierung und Erweiterungsbau Sekundarschule Paul-Junius-Str. 25/27, 10369 Berlin

Titel

see_you

Technik

Floatglasmalerei mit sichtbarem Pinselduktus, 4 Ebenen

Dimension
80 x 120 x 15 cm [H x B x T]
Wettbewerb
Nichtoffener einphasiger anonymer Kunst_am_Bau_Wettbewerb 2020
Platzierung
1. Preis
Auslober
Bezirksamt Lichtenberg, 10360 Berlin
Architekt
Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH
Realisierung
2022
see_you, screen_2, Robert Dufter screen_1_Ebene_1, Robert Dufter see_you, screen_1_Ebenen_1_2, Robert Dufter see_you, screen_1_Ebenen_1_2_3, Robert Dufter see_you, screen_1, Robert Dufter see_you, screen_3, Robert Dufter see_you, screen_4_Ebene_1, Robert Dufter see_you, screen_4_Ebenen_1_2, Robert Dufter see_you, screen_4_Ebenen_1_2_3, Robert Dufter see_you, screen_4, Robert Dufter see_you, screen_5, Robert Dufter see_you, screen_6, Robert Dufter see_you, screen_7, Robert Dufter see_you, screen_8, Robert Dufter see_you, screen_9, Robert Dufter see_you, screen_10, Robert Dufter see_you, screen_11, Robert Dufter see_you, screen_12, Ansicht, Robert Dufter
Konzept-Beschreibung
Kurzfassung. Das Kunstwerk ‚see_you‘ möchte für die Schüler*innen erfahrbar sein. ‚see_you‘ besteht aus einer Serie von 12 einzelnen Farb_Glas_Screens. Alle 12 Screens sind nach einer einheitlichen Systematik ...
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Kurzfassung.

Das Kunstwerk ‚see_you‘ möchte für die Schüler*innen erfahrbar sein.

‚see_you‘ besteht aus einer Serie von 12 einzelnen Farb_Glas_Screens. Alle 12 Screens sind nach einer einheitlichen Systematik konzipiert und als Synonym für die Schulgemeinschaft im gesamten Schulgebäude auf Erschließungswegen verteilt platziert. Die individuelle Gestaltung der Screens mit moderner Glasmalerei repräsentiert die Einzigartigkeit jedes Menschen.

Jeder Screen hat eine Ausdehnung von 80 x 120 x 15 cm (H x B x T). Durch die Überlagerung von Float-Glasebenen entsteht eine 3-dimensionale Bildinstallation. Luftraum zwischen den Glasflächen, Lichtreflexe, Spiegelbilder der einzelnen Glasebenen und der flächenbündige Einbau in die Wände unterstreichen die räumliche Tiefenwirkung. Die ersten 3 Ebenen sind Glasflächen, rückseitig jeweils so mit transparenter Glas­malerei versehen, dass sich einzelne Farbflächen aus unterschiedlichen Glasebenen zum Teil überlagern. Durch das Spiegelglas der 4. Ebene erkennt man sein Spiegelbild an unbemalten Glasstellen in Klarsicht. Auf jeder bemalten Glasebene entsteht ein zusätzliches, eingefärbtes Spiegelbild. Der Betrachter wird integrativer Bestandteil der Screens. Die Schüler*innen partizipieren an dem Kunstwerk. Durch Neigung der 2. und 3. Ebene wird das eigene Spiegelbild in den Farbflächen gedoppelt und etwas versetzt abgebildet. Wechselnde Betrachter und die tagesabhängige Lichtsituation individualisieren und aktualisieren ‚see_you‘ laufend.

Vielmehr als eine Intervention fügen sich die Screens sowohl gestalterisch als auch thematisch in die Umgebung ein.

See_you interagiert als Raum_Bild mit dem Betrachter auf unterschiedlichen Bildebenen/Bildtiefen. Das zum Teil fragmentierte, farbige, gedoppelte Abbild ermutigt Schüler*innen, sich ihres Charakters, ihres persönlichen Wachstums während der gesamten Schulzeit immer wieder neu bewusst zu werden. Bei der Entwicklung hin zum verantwortungsbewussten Menschen dürfen sich Schüler*innen der Begleitung ihrer Lehrkräfte sicher sein. ‚Ich sehe mich, wir sehen dich, du bist gesehen‘.

See_you liefert durch die individuelle Bildgestaltung pro Screen auf den Ebenen 1 bis 3 unterschiedliche Selbstbilder. ‚Du bist gesehen von deinen unterschiedlichen Spiegelbildern, mit all deinen Fähigkeiten, mit all deinen Persönlichkeitsanteilen, du bist gesehen von dir, du erkennst dich selbst, immer wieder neu, eine schöne Erfahrung, ein gesunder Selbstwert kann gedeihen, wir fühlen uns verstanden‘.

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Auszug aus dem Preisgerichts-Protokoll
„Die Arbeit bietet ein attraktives Lichtspiel und ist technisch durchdacht und komplex: Man schaut das Bild in mehreren Ebenen und zugleich sich selbst an. Es ist ein Spiel mit Reflektion und Architektur und umfasst trotz der punktuellen ...
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„Die Arbeit bietet ein attraktives Lichtspiel und ist technisch durchdacht und komplex: Man schaut das Bild in mehreren Ebenen und zugleich sich selbst an. Es ist ein Spiel mit Reflektion und Architektur und umfasst trotz der punktuellen Position den gesamten Raum.
Die Arbeit macht neugierig und ermöglicht eine Rezeption auf vielen Ebenen. Sie ist kommunikativ.
Die Screens sind eine starke Setzung im Gebäude: Sie spielen mit der strengen Architektur. Die Pinselstriche, Schrägen und Farbakzente verleihen Charakter.
Die Arbeit wirkt über die Zeit: Die farbigen Fragmente und der Spiegel geben kein perfektes Ebenbild wieder. Der Reiz besteht im Blick durch Bruch und Tiefe. Durch die Tageszeiten entstehen verschiedene Lichtsituationen.
Die lockere Verteilung im Raum schafft starke, ästhetische Farbfeldkompositionen.
Der Entwurf ist dennoch vielschichtig, sensibel und durchdacht.
Die Arbeit ist malerisch. Sie ist weiter innen im Gebäude ‚versteckt‘ und weist Sensibilität auf.“

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